Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Rudi-Carrera » Sa 27. Jul 2019, 07:21

Ich stelle das mal als provokative Frage in den Raum.

Unsere Geschichte dazu:

Am Anfang war die Idee, für meinen Ältesten als erstes Fahrzeug etwas zu suchen, was preiswert in der Unterhaltung ist, also Versicherung, Steuern, Verbrauch usw. Dazu sollte der Wagen aber noch ne Menge Spass bereiten. Schnell sind wir dann auf den Smart Roadster gestoßen. Der gefiel meinem Sohnemann auch, also gings auf die Suche. Tatsächlich fanden wir ein augenscheinlich gutes Modell bei einem BMW-AHS in Northeim. Das Fahrzeug hatte nur einen Vorbesitzer und war Scheckheft-gepflegt, so stands zumindest in der Anzeige. Beim ersten Termin stellte sich dann heraus, es gab kein Scheckheft und schon mehrere Vorbesitzer. Es gab nur Rechnungen von einem neuen Motor, der bei Mercedes verbaut wurde. Das Fahrzeug selbst sah gut aus, hatte zudem neue Sommerreifen, aber die Bremsscheiben waren verrostet und der Pedalweg mal so richtig lang. OK, sollte ja noch HU und AU gemacht werden, n paar Kleinigkeiten, danach sollte er uns gehören. Nach zwei weiteren Wochen wollte ich ihn abholen. Was soll ich sagen, HU und AU waren erledigt, die paar Kleinigkeiten auch. Ich wollte mir das mit der Bremse aber noch genauer anschauen. Ich fuhr langsam an und erschrak, als ich auf die Bremse trat. Da war nichts gemacht worden, das Pedal konnte ich bis zum Boden treten, die Handbremse war ohne Funktion. Ich bin dann wieder zum Verkäufer und hab meinem Unmut Luft gemacht. Der meinte, ich schau mir das mal an, hat doch gerade frisch HU und AU bekommen. Er kam kreidebleich wieder herein und meinte nur, so kann er mir das Fahrzeug nicht mitgeben. Wie haben die da vom TÜV Nord eine HU gemacht????? Nach einer weiteren Woche, BMW hat den Smart bei Mercedes reparieren lassen, konnten wir den Wagen nun abholen, die Bremsen funktionierten nun einwandfrei. Zu Hause wurden sofort Winterräder verbaut. Im nächsten Frühjahr wechselten wir wieder auf die Sommerräder, doch das fuhrt sich bockhart und holprig. Alle vier Reifen warten aber neu, noch mit den Gumminippeln versehen. Ich hab dann nach der DOT gesucht und erschrak, die Reifen waren neun Jahre alt. Also erstmal neue Reifen gekauft, zudem vorne die Bremsscheiben und Beläge gewechselt. Das fuhr sich dann alles wieder gut. Im Laufe der Zeit kamen aber so viele Reparaturen dazu. Der Wagen ist meistens richtig undicht und Mercedes tauschte mal hier und mal da Dichtungen. Dichtungen, die es angeblich nicht mehr gab und die dafür extra hergestellt wurden, mit entsprechenden Preisen ( 2 Dichtungen an der Tür für 600 Euro ). Danach schloss irgendwann das Dach nicht und blieb schief hängen: 800 Euro. Dann brach die Feder vorne links, im Winter friert alles zu, von innen, das Wasser steht immer wieder im Fußraum unter dem Sitze, die Rückleuchten fielen aus, manchmal startet er nur sehr schwer, die Lichtmaschine rostet gerne mal fest und muss befreit werden, ein Hebel brach im rechten Türöffner, der Splint am Türöffner löst sich ab und an, die hinteren Scheiben werden zunehmends rissig und blind, der Scheibenwischer funktionierte mal nicht, lag am Stecker zum SAM, nun das Problem mit dem Massekabel und dem SAM. Einzig Motor und Kupplung sind top, er verbraucht nicht mal Öl. Diese ganzen Vorkommnisse, gepaart mit den Reparaturkosten, zeigen mir ganz deutlich auf, da hab ich leider vollends daneben gegriffen. Wenn mein Sohnemann mit dem Studium fertig ist, wird der Wagen verkauft, wenn ihn dann noch jemand nimmt und etwas Vernünftiges erworben. Wir sind mit diesem Fahrzeug unzufrieden.

Hab ich ein Montagsauto erwischt? Wie stehts um eure Roadster? Ähnliche Probleme?

LG,

Rolf
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Thomas » Sa 27. Jul 2019, 08:43

Ich habe den Eindruck, wenn man den Roadster einmal durch repariert hat, ist er recht zuverlässig 8-)

Wenn ich nicht die Möglichkeiten, die Zeit und die Lust hätte, selbst am Auto zu schrauben, würde ich den smart wohl schon längst wieder abgegeben haben.

Offenbar hast du mit deinem Exemplar aber wirklich Pech gehabt … so viel in so kurzer Zeit :roll:
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Kalle » Sa 27. Jul 2019, 09:29

Moin,
ich sehe das auch so wie Thomas,
eigentlich habe ich mich vor 3 Jahren langsam nach etwas anderen umgeguckt, als ich aber meinen alten Roadster vor 2 Jahren zerschossen habe :cry: , habe ich festgestellt, es geht nicht ohne und ein "Neuer" musste her. Der Alte hatte übelsten Eifelstraßeneinsatz und massig viele Salomeinsätze hinter sich, 190 000km neue Kupplung und Steuerkette, 202 000km neuen Turbo, zuletzt 0,6l / 1000km Ölverbrauch bei 285000km. Neben dem üblichen beherrschbarem Elektrotrouble ;-) habe ich bei dem Einsatz Reifen, Fahrwerke und Bremsenteile nur so durchgeschossen .... aber sonst :mrgreen: .
Es geht zur Zeit nicht ohne. Morgen steht wieder ein Slalomlauf an. Nach einem Jahr Pause ..... :mrgreen:
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Heichelter » So 28. Jul 2019, 00:19

haben 2004 unseren ersten (45kW) Roadster bekommen.
Da man das Teil sehr gut selber reparieren kann und der Unterhalt wie auch die Ersatzteile recht günstig sind wurde dann die ganze Familie mit Roadster ausgerüstet.

Das setzt aber voraus das man selber schrauben kann & will. Wenn ich das alle hätte beim Smart ( oder Mercedes ) machen lassen wäre ich jetzt total überschuldet und Mercedes würde keine Verluste machen.

Du hast bestimmt einen Scheckheft gepflegten bekommen. Da wurde eigentlich nie was dran gemacht und sind, wenn die 80tkm überschritten sind, nur was um Geld zu vernichten.

Und ja, wenn man den Roadster mal "durch repariert" hat ist der sehr robust (besonders der 65kW Motor).
Unsere Roadster haben jetzt alle mehr als 200tkm gelaufen. So langsam kommen die aber in das alter wo der Rost dem Karren sehr zusetzt.

Bin gerade dabei mal eine Wasserpumpe zu tauschen. Ist das ein Murks. Ist aber die erste die ich jemals tauschen musste.
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Klaus » Fr 2. Aug 2019, 23:20

Ich habe einen Roadster der vorher ein Werks-Entwicklungsfahrzeug war, bis er verkauft wurde weil die Weiterentwicklung offenbar eingestellt worden ist. Dadurch hatte ich an dem Auto wirklich nie irgendetwas, ausser dem üblichen Wassereinbruch durch verschlissene Türdichtungen (Schwimmbad hinten unter den Sitzen). Die Dichtungen haben, alle drei zusammen, meine ich um die 300 Euro gekostet - seitdem absolute Ruhe und dicht. Kein Beschlagen, kein Wassereinbruch über drei Tropfen aus den Spiegeldreiecken bei Starkregen. Wenn das nach Dichtungstausch nicht so ist, haben die Deppen beim Einbau was falsch gemacht.

Ok, das was als Verschleissteil zählt musste irgendwann getauscht werden, als da waren Fahrwerksbuchsen, Aktuator, Kupplung, Thermostat, Scheibenwischermotor, und soweit ich mich erinnere ein Bremslichtschalter und eine Achsmanschette. Irgendwann wurden mal Bremsflüssigkeit und Getriebeöl gewechselt.

Ja, ich würde den Roadster jederzeit wieder kaufen. Jetzt wüsste ich ja auch dass der zuletzt für 12000 Euro neu verramscht wurde. Alternativ würde ich mich vielleicht zu nem Mini Roadster überreden lassen, der ist allerdings teurer im Kauf und im Unterhalt (Verbrauch, Versicherung und besonders Ersatzteilpreise). Dafür gibt's den mit über 300 PS wenn man will.
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Heichelter » Di 6. Aug 2019, 12:07

ich würde mir niemals wieder einen Verbrenner kaufen.

Die sind lahm, stinken, Reparaturanfällig, teuer in der Unterhaltung, man muss "tanken" fahren (welch eine Zeitverschwendung) und sind sehr unangenehm zu fahren.
Diese kurze Zeit wo Drehmoment anliegt und durch schalten unterbrochen werden muss ist totaler Murks und kann auch durch ein Doppelkupplungsgetriebe nur kaschiert werden.

Kann nicht nachvollziehen wieso sich so ein Murks überhaupt durchsetzen konnte. Aber wie sooft setzt sich nicht das beste durch sondern das womit am meisten Geld gescheffelt werden kann.
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Rudi-Carrera » Do 8. Aug 2019, 19:17

Du musst nicht mehr tanken, also weder was Flüssiges, was in Gasform, oder Strom?

Teile mit uns deine Erfindung....

LG,

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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Heichelter » Fr 9. Aug 2019, 07:41

Ja, wir laden
dazu muss man nirgendwo hin fahre sonder passiert da wo das Auto eh rumsteht.
Ist aber keine Erfindung von mir 😉
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Rudi-Carrera » Fr 9. Aug 2019, 13:43

Ich stand auch vor der Überlegung, nur wars total unwirtschaftlich und ich hätte Probleme mit der Reichweite.
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Heichelter » Sa 10. Aug 2019, 21:55

Rudi-Carrera hat geschrieben:Ich stand auch vor der Überlegung, nur wars total unwirtschaftlich und ich hätte Probleme mit der Reichweite.


E-Auto fahren ist viel günstiger. Wir zahlen nur in Notfällen für's laden. Seit wir Verbrenner nur noch zum Spass fahren sparen wir um die 350€ jeden Monat.

Die Reichweite geht gegen unendlich weil ich eine Pinkel-Pause brauche ehe das Akku leer ist. Da das Akku ist wieder voll ehe ich mit der Pinkel-Pause fertig bin ......... Sind in 5 Monate knapp 30000km gefahren und keine 16€ für's Laden gezahlt.
Das funktioniert aber nur mit dem Tesla. Tesla hat eine Lade-Infrastruktur die es sonst so nicht gibt.
Wir haben auch noch einen Leaf. Der ist aber nur zum Pendeln (ca. 250km eine Strecke).
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Rudi-Carrera » So 11. Aug 2019, 06:14

Bei mir stand ich vor der Wahl VW E-Up, oder VW-Eco-Up. Der E-Up kostete damals fast 10.000 Euro mehr. Beim Stromverbrauch sahs dann auch nicht besser aus, so dass am Ende der Erdgas-Up das kostengünstigere Fahrzeug war.

Für mich gings dabei um ein Fahrzeuge, klein, preiswert und möglichst mit guter Ausstattung, mit dem ich die täglich 150 km für die Arbeit absolvieren kann.

Liege derzeit auf 161.000 km bei 3,58 Euro je 100 km.
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon wuff » So 11. Aug 2019, 16:19

"Der Akku ist wieder voll wenn ich vom Pinkeln zurückkomme"

Eddi, du brauchst nen Termin beim Urologen! :D
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Re: Würdet ihr euch den Roadster wieder kaufen?

Beitragvon Heichelter » So 11. Aug 2019, 18:02

wuff hat geschrieben:"Der Akku ist wieder voll wenn ich vom Pinkeln zurückkomme"

Eddi, du brauchst nen Termin beim Urologen! :D


Nicht wirklich, der Tesla lädt mit Überschall (1275 km/h). Man(n) läuft ja noch zur Toilette und pinkelt nicht in die Büsche und Frau muss ja auch zum Klo.
Tanken dauert länger (incl. Toilettengang ).
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