Bigblock die zweite

Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Kalle » Mo 1. Jun 2015, 19:11

KayLi hat geschrieben: Das mit der geraden Oberfäche eines Marmortisches oder einer dickeren Glasplatte ist eine gute Idee zum schauen.

Moin,
die Idee ist uralt und deshalb keinesfalls von mir 8-) . Ich habe schon Einzylinderköpfe, Ansaugflansche, WaPuGehäuse und und und geglättet. Im Moppädbereich gerne genutzt.
Gruß Kalle
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon KayLi » Mo 1. Jun 2015, 20:39

Ich habe leider noch keine langjährige Erfahrungen mit Motoren usw. sammeln können und daher bin ich für jeden Kniff und Tip dankbar. Man lernt ja nie aus. ;-)
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon wuff » Mi 11. Mai 2016, 12:12

Hallo Macke,

wollte mal hören ob es dich und deinen Roadster noch gibt?

lg

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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » Mi 11. Mai 2016, 22:31

Hi.Momentan habe ich nicht mehr viel Zeit zum basteln.Der Motor hatte sich selbst eine Kolbenbodenbeleuchtung eingebaut.Ein neuer Motor ist noch nicht ganz fertig.Der Kopf hat ein krummes Ventil bekommen,das ich noch neu anfertigen muß.Die Ursache für den Pleuelabriss ist auch noch unklar,dazu muß ich mal irgendwann den Block genauer untersuchen.Ich nehme an,das es am zu vollen Catchtank lag,das er sich dadurch Öl in den Brennraum reingezogen hat und der dritte Kolben dadurch zu heiß wurde und sich in der Laufbuchse verklemmte.Er ist jedenfalls bei Vollgas mit sehr hoher Drehzahl gestorben.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Klaus » Do 12. Mai 2016, 15:17

Vielleicht verkraften die Materialien irgendeines Teils auch die bei dieser Leistung entstehenden Temperaturen nicht, oder ungleichmässige Wärmeverteilung führt zu Verzug. Du hast ja da einen Monstermotor gebaut der viel grössere Kräfte erzeugt als das bei Smart-Motoren sonst passiert.


Ich hätte da einen Projektvorschlag für Dich, wenn Du mal wieder Zeit hast. Es gibt doch jetzt von anderen Herstellern 3-Zylinder-Turbomotoren mit 0,9 bis 1,5 Litern, probier doch mal ob Du einen findest der grössentechnisch in den Roadster passen würde. :mrgreen:
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » Do 1. Apr 2021, 19:07

Das wäre mir zu viel Aufwand.Gehen würde es. Man kann sogar eine völlig neue Motorsteuerung namens EMU einbauen lassen,frei programmierbar,also ein richtiges Schaltgetriebe wäre auch möglich,aber die Kosten und TÜV wäre auch vielleicht ein Problem.Der 800ter Motor ist schon eine gute Basis,gibt ausreichend Teile,sieht ziemlich Orginal aus und die 150PS bekomme ich schon noch irgendwann raus gekitzelt😉
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » Do 15. Apr 2021, 15:18

Moin. Hab mal Kupplungen gefunden,die auch beim Smart passend gemacht werden könnten,wenn das Drehmoment mal einiges höher wäre. 😉 Durchmesser und Anzahl der Scheiben kann man sich aussuchen.https://www.hennig-fahrzeugteile.de/tec ... sport.html Aber die Verzahnung der Scheiben wohl nicht,es sei denn,die haben auch Kupplungen für Ford Fiesta.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Kalle » Do 15. Apr 2021, 16:48

Moin, warum nicht :) , die bieten doch verschiedene Naben an.
Guter Fund :D .
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Heichelter » Fr 16. Apr 2021, 09:41

Auweia, fühle mich 10 Jahre zurück versetzt.

Hennig wollte mir eine neue Kupplung bauen als ich noch Macke-Kupplung fuhr. Die durften das dann aber nicht vermarkten weil Mercedes das nicht zu lässt.
Die Techniker in Marsdorf haben mir aber dann geholfen das ich den Umbau selber machen konnte.
Ist aber eine SAC-Kupplung geworden die nicht leichter war und in eine Kugel mit >130PS eingebaut wurde.
Mein letzter Stand (ist aber auch schon was her) ist das die super hält und man ganz locker mit durchdrehenden Rädern anfahren kann.

Die einfache Variante fahre ich den Roadstern schon seit Jahren. Sind wesentlich haltbarer und wartungsärmer als das original. Habe seitdem keine Kupplung mehr tauschen müssen.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » Fr 16. Apr 2021, 10:16

Ne Kugel mit über 130PS? Wie habt ihr das den hinbekommen? Sag jetzt nicht nur mit Software.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Klaus » Fr 16. Apr 2021, 13:35

An so einer wäre ich auch interessiert, meine Kupplung ist gerade mal ein paar tausend Kilometer alt und fängt schon wieder an zu rutschen.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » Fr 16. Apr 2021, 14:35

Bei der RSC Kupplung hatte ich eher an meinen Calibra gedacht,wenn der bald 135PS mehr bekommt. Bei meinem Smart hielt die Bonalume zum Schluss auch nicht mehr,hab da jetzt eine Druckplatte von irgend einem Turbo Fiat drin,für 190mm Kupplungsscheibe,die eigentlich zu groß war. Hab die aussen rum kleiner gedreht und neue Befestigungslöcher gebohrt.Die hielt dann dem Drehmoment stand.Beim Smart ist's ja nicht so einfach,was passendes zu finden. Die Betätigungskraft darf ja auch nicht zu groß werden,sonst gibt's Probleme mit dem Aktuator.Wie das bei der RSC aussehen würde,mit der Kraft,ist fraglich.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » Fr 28. Mai 2021, 07:08

Moin. Ich hab wegen Pleuelabriss erster Zylinder jetzt den Verdacht,er hatte ja Öl vom nicht rechtzeitig geleerten Catchtank angesaugt, dass der erste Kolben durch die benetzung vom Öl nicht mehr genügend durch Frischluft abkühlen kann.Öl hat ja mehr wärmeisolierende Eigenschaften. Dadurch dehnt sich der Kolben wohl zu stark aus und klemmt dann irgendwann fest. Dieser Gedanke kam mir bei Diskusionen zum Sinn der Kolbenbodenkühlung mit Öl. Wenn man für den Smart eine neue Ansaugbrücke bauen sollte, dann wäre es vielleicht sinnvoll den DK Eingang so zu legen, das eventuell angesaugtes Öl sich gleichmässiger auf alle drei Zylinder verteilen kann. Dann ist die Chance grösser, dass das Öl nicht so schnell die Kolben überhitzt.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Kalle » Fr 28. Mai 2021, 10:05

Moin,
nöh Marco, damit bist du voll auf dem Holzweg. :(
Das Öl im Brennraum sorgt für Selbstentzündung. Das heißt du hast Klopfen und Klingeln im Brennraum, unkontrollierte extrem hohe Drücke und Temperaturen. Mit Wärmeisolierung durch den Ölfilm hat das nichts zu tun.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » Fr 28. Mai 2021, 12:42

Echt? Die Verdichtung ändert sich doch nur geringfügig, nicht wie vom Dieselmotor.Wie soll das genau funktionieren, wenn nicht über Kolbenüberhitzung?
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Kalle » Fr 28. Mai 2021, 14:27

Das Öl verdampft und endzündet sich.
Das passiert auch wenn ein Dieselmotor durchgeht.
Bei Überlastung, wenn die Kurbelwelle das Öl schaumig schlägt, geht der Schaum durch die Entlüftung in den Ansaugtrakt, der Motor dreht immer höher. Da nützt auch das Abschalten der Einspritzung nichts mehr. Wenn der Fahrer jetzt die Kupplung tritt überdreht der Motor und platzt. Da hilft nur die Kiste versuchen abzuwürgen.
Beim Benziner ist die hohe Verdichtung nicht nötig, wenn das Bezingemisch brennt, ist der Druck überall im Brennraum so hoch, so dass die Selbstzündung des Öls kein Problem ist.
Ich habe mal einen Mitsubish 300D gesehen, freitags Nachmittag war der Bautrupp auf der A3 von Frankfurt auf dem Heimweg und waren begeistert, das ihr Büsschen plötzlich über 180 lief, sie haben unheimlich Glück gehabt, die Kupplung brach sofort weg, so dass die Hinterachse nicht blockierte. Sonst hätte die Kiste sich abgerollt. Der Motor als solches war kaum noch zu erkennen.
Viele Golf I Diesel wurden auch so in den Tod gescheucht.
Ich denke, gerade die Smart Motoren mit zu hohem Ölstand haben so den Tod gefunden.
Ich habe bei meinen Smart Motoren noch keinen Catchtank vermisst, ich habe aber auch keinen Ring in der Nase :mrgreen: .
Jrooß und bleib gesund!
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » So 6. Jun 2021, 20:53

Aber das sollte beim Benziner dann doch nicht zur Überhitzung mit Kolbenklemmer führen?🙄je fetter das Gemisch, desto kühler wäre doch normal.Dieselmotor ist klar, hat ja nicht mal ne Drosselklappe, aber Benziner. Das kann eigentlich nur durch den isolierenden Ölfilm kommen, oder dass das Öl wärend des Gasaustausches immer noch brennt und den Kolben damit überhitzt.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Kalle » Mo 7. Jun 2021, 00:02

Hallo Marco,
welcher isolierende Ölfilm? Wieso soll der immer noch brennen?
Ich kann deinen Vorstellungen nicht folgen.
Wenn alles gut läuft verbrennt Öl zu Ölkohle und diese bildet eine Isolationsschicht auf dem Kolbenboden, der verhindert, dass dieser zu heiß wird und in Maßen durchaus erwünscht ist.
Man fährt bei voller Leistung fett, d.h. der Kraftstoff setzt sich auf dem Kolbenboden ab und verdampft bei dem Verdichten, das kühlt den Kolbenboden ebenfalls.
Zum Thema:
Wenn in den Brennraum zu viel Öl gelangt, entweder durch pumpende Kolbenringe, einen defekten Turbo, zu viel Öl im Kurbelgehäuse, dass schaumig geschlagen wird, oder untaugliche Motorentlüftung entzündet sich das Öl unter Vollast beim Druckanstieg nach der Zündung blitzartig von selbst und es kommt zu so zu starken blitzschnellen Selbstentzündung überall im Brennraum, dass die Verbrennungdruckspitzen den Kolben und den Zylinderkopf extrem stark aufheizen und sogar Risse und Brüche verursachen kann. Das nennt man Hochgeschwindigkeitsklingeln. Dieser Effekt unter Volllast entsteht auch durch Kraftstoff mit zu geringer Oktanzahl, zu magerem Gemisch oder falschem ZZ. Zu viel Öl im Kraftstoffluftgemisch veringert die Klopffestigkeit des Kraftstoffluftgemisch extrem, das ist das Problem. Es gibt wunderbare Filme aus Brennräumen, die diesen Effekt auch optisch zeigen oder Indikatortündkerzen, die ein wunderschönes Scopebild mit einem Spitzendruckgewitter zeigen.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Macke » Mo 7. Jun 2021, 06:30

Moin. Weil Öle, Fette schlechte Wärmeleiter sind. Daher kam mir die Idee. Öl ist in der Hinsicht nicht mit Wasser vergleichbar,ca 5 mal schlechter. Es ging eigentlich um den Nutzen von Kolbenbodenkühlung durch Öl. Weil ,Ich kann mir kaum vorstellen das ein kleiner Spritzer heisses Öl da grossartig was kühlen soll.Hätte es die Eigenschaft von Wasser, wäre mir der Nutzen klar, aber Öl?Da bezweifel ich,ob da überhaupt dem Kolben Wärme entzogen wird. Sogar Luft kühlt besser als Öl.
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Re: Bigblock die zweite

Beitragvon Kalle » Mo 7. Jun 2021, 09:28

Moin,
da irrst du, die Kolbenbodenkühlung durch Öl ist genau richtig. Das Teil wird bis zu 400°c warm, wennst da Wasser draufjagst macht es Knack und das Ding ist gerissen. Die Spritzkühlung verhindert zuverlässig die Überhitzung. Bei NKWs haben die Kolben einen eingegossenen umlaufenden Kühlkanal. Im UT spritzt die Düse das Öl direkt ein, es läuft einmal zu Kühlung innen durch die Ringzone bevor es wieder austritt. Den kleinen oberen dritten Überstromkanal bei Hämmtämmtämms ;-) hat man damals zuerst nur eingeführt, um mit der Frischgasströmung den Kolbenboden zu kühlen. Die heutigen enormen Leistungen der Turbomotoren geht ohne Spritzkühlung von unten gar nicht. Zwischen idealen 80°C und dem über 300°C heißem Kolbenboden findet durchaus ein reger Wärmeaustausch statt.
Der Smartmotor ist damals eine durchaus engagierte solide Konstruktion geworden, sonst wäre die enorme Leistungsteigerung durch Programmtuning gar nicht möglich. Die viele Schäden beim 42 liegen einfach daran, dass die Nutzer das Ding kalt geheizt haben und dann glühendheiß einfach ohne Nachlaufen oder vom Gas gehen auf den letzten km abgestellt wurden.
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