Motortuning, die klassische Art

Re: Motortuning, die klassische Art

Beitragvon Proseccoschlampe » Fr 24. Jul 2020, 15:26

Heichelter hat geschrieben:DBilas kennt nur

Einsatzbereich : Strasse
Grad: : 260
Spreizung: : 110
Ventilhub: : 9,0
Hub im OT: :
Steuerzeiten: : 20/60 - 60/20
Ventilspiel: : ---

hatte schon vor Jahren mal nachgefragt. Haben mir erzählt das alles andere keinen Sinn macht. ;)


Hallo Eddy,
Hast Du die originalen Steuerzeiten und den Hub?
Finde dazu nichts.
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Re: Motortuning, die klassische Art

Beitragvon Kalle » Fr 24. Jul 2020, 17:14

Moin,
bei den Steuerzeiten gehören unbedingt das Mess-Ventilspiel dazu.
Die Angaben sagen so über die Steuerzeiten gar nichts aus.
Ich habe in meiner Sammlung jede Menge Steuerzeiten ... aber alle ohne Messspiel ... also alle mit mangelhafter Angabe und Vergleichbarkeit.
Hier habe ich z.B. Steuerzeiten der 60KW Welle gefunden.
Einlaß öffnet 12° vor OT
Einlaß schließt 44° nach UT
Außlaß öffnet 60° vor UT
Außlaß schließt 12° nach OT
Aber ohne Messspiel s.o. Makulatur 8-)
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Re: Motortuning, die klassische Art

Beitragvon Heichelter » So 26. Jul 2020, 00:38

Proseccoschlampe hat geschrieben:Hast Du die originalen Steuerzeiten und den Hub?


habe versucht das zu messen - bin ich aber zu dumm zu.

Konnte nur den Nockenhöhe (6mm) am Ein & Auslass messen. Das ist aber nicht der Ventilhub.
Für die Steuerzeiten brauche ich erst man was zum Winkel messen. :(

Ich denke aber das die Werte, die Kalle geschrieben hat, stimmen (wenn mich mein Augenmaß nicht täuscht).
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Re: Motortuning, die klassische Art

Beitragvon Kalle » So 26. Jul 2020, 08:43

Hallo Eddy,
Winkelscheiben gibt es im www zum Ausdrucken.

Das Schwierige beim Steuerzeiten messen ist der mechanisch notwendige sehr weiche Anfang und Ende der Erhebungskurve. Deshalb nimmt man ein Messspiel von 1 oder sogar 2 mm und einen harten Knack ;-) -Übergang zu bestimmen. Steuerzeiten zu benennen und zu messen sind zweierlei Sachen. Früher war mit der Stellung des der Nockenspitze schon ganz gut dabei, früher waren aber auch Nocken symmetrisch. Auch die exakte Stellung OT ermittelt man ähnlich, man nimmt z.B. 10mm vor und nach OT, Der OT liegt dann genau dazwischen.
Voraussetzung ist eine genaue Messuhr und ein sehr stabiler Halter.
Den Nockenhub misst man direkt am Ventil, wegen des Blechrollenschwinghebels ist das räumlich schwierig, mit der Messuhr müsste man auf den oberen Federteller z.B. und mit Fühlblattlehren den Hydrostößel ausgleichen.
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Re: Motortuning, die klassische Art

Beitragvon Jack-Lee » So 26. Jul 2020, 16:03

Bei der Nockenwelle sinds die oben genannten Werte. Laut Simulation etwas besser als Original, passt schon.
Hab beide Nocken vermessen, bei der "Sportnocke" hat man, wenn man die "Öffnungsfläche" integriert ein gutes Stück mehr möglichen Durchsatz. Meist wird bei 1mm Hub gemessen(glaube mich zu erinnern das ich mal nach gefragt hatte bei denen, noch zu Polo Zeiten), manchmal aber auch ab "0".

PS. Ich messe die Teile mit verbautem Hydro, aber ohne Ventil, sondern die Messuhr tippt den Stößel an. Sonst misst man nur Schrott, weil der Hydrostößel eben nicht "steif" ist.
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